eichenprozessionsspinner an eiche

Er ist wieder in aller Munde, der Eichenprozessionsspinner verbreitet Angst und Schrecken. Die Raupe, die später zu einem Schmetterling wird, hat es jedoch in sich. Die kleinen Haare der Raupe können bei Menschen und bei Tieren starke allergische Reaktionen auslösen und für schlimme Rötungen bist Verbrennungen sorgen. dies wird Verursacht durch ein Gift, dass sich an den feinen Haaren der Raupe befindet. Es stellt sich also die Frage, was ist zu tun wenn man auf den Eichenprozessionsspinner trifft und wie verhält man sich?

Hautkontakt und direkte Berührung vermeiden

Der Kontakt mit den Haaren stellt das eigentliche Problem da. Wir ein oder mehrere Spinner entdeckt, sollte ein direkter Eichenprozessionsspinner Haut-Kontakt unter allen Umständen vermieden werden. Dies gilt sowohl für den Menschen als auch für seinen besten Freund, dem Hund. Es sind die kleinen Härchen, die die Probleme auslösen. Es ist jedoch nicht nur der Kontakt mit der Haut, auch stellt das Einatmen der Haare ein großes Problem da. Wer auf ein Eichenprozessionsspinner Nest trifft, sollte sich immer so von diesem Entfernen, dass der Wind von einem Weg weht. Sollte dennoch der Kontakt erfolgt sein, können folgende Dinge auftreten:

  • Atemnot
  • Hautrötung und Juckreiz
  • „Heuschnupfen“
  • Papelbildung (Rötung und Erhöhung der Haut)
  • und anderes

Betroffene Personen sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Tritt Atemnot ein, so sollte umgehend der Rettungsdienst gerufen werden.

Kontaminierte Kleidung sollte in bereits vor dem Betreten des Hauses ausgezogen werden und im Anschluss bei mindestens 50-60 Grad gewaschen werden. Es wird eine gründliche Ganzkörperdusche empfohlen

Vorkommen der Eichenprozessionsspinner

Wie der Name vermuten lässt, kommt diese kleine aber dennoch sehr gefährliche Raupe primär an Eichen vor und dies meist in Scharen. Sie mögen trockene und lichte Eichenwälder, oftmals findet man diese Ansammlungen in:

  • Private Gärten mit Eichen
  • Kleinen und großen Wäldern
  • Öffentliche Parkanlagen
  • Schwimmbäder, Schulen und anderen öffentlichen Plätzen

Grundsätzlich kann die Raupe in ganz Deutschland auftreten, so wurden die haarigen Raupen bereits in den Landkreisen Cloppenburg, Emsland, Ammerland, Münster, Oldenburg und Stadt Oldenburg als auch in Gebieten in Bayern, Thüringen und vielen anderen Bereichen des Landes gesichtet. Am gefährlichsten sind die Raupen während ihrer Fresszeit, die Gefahr an sich ist jedoch erst mit dem Schlüpfen der Falter eingedämmt, jedoch nicht vorbei. Die verlassenen Larvenhäute können auch nach dem Schlüpfen der Falter noch bis zu 12 Monaten giftig sein. Auch Gespinstnester sollten daher fachmännisch entfernt werden.

Eichenprozessionsspinner Nest

Hinweis: Die gefährlichen Beinhaare entstehen ca. in der Mitte (Juni/Juli) der Entwicklungsstufe und können durch den Wind durch die Luft getragen werden.

Eichenprozessionsspinner entfernen und bekämpfen

Wer einen Befall entdeckt hat, der sollte diesen beim zuständigen Landkreis bzw. bei der Zuständigen Stadt oder Behörde melden. Eine Meldepflicht gibt es soweit aktuell nicht. Es versteht sich jedoch als Dienst an der Allgemeinheit, eine solche Gefahr auch ohne Meldepflicht schnellstmöglichst den zuständigen Fachleuten anzuzeigen. Diese können den Eichenprozessionsspinner entfernen.

Wer für die Entfernung des Eichenprozessionsspinner zuständig ist

  • auf öffentlichen Flächen sind Städte und Gemeinden zuständig
  • auf Privatgrundstücken der jeweilige Eigentümer.

An Stellen an denen eine Gefahr für Mensch und Tier ausgeht, sollten die Raupen bereits frühzeitig von einem Fachmann und einem Fachbetrieb entfernt werden. Dazu werden die Prozessionsspinner unter Vollschutz und mit Atemmaske entfernt. Vorher jedoch, sollte der Bereich umfangreich abgesperrt werden und von keinen weiteren Personen mehr betreten werden.

Wer einem bei einem privaten Befall helfen kann

  • Spezialisierte Betriebe aus dem Bereich Garten und Landschaftsbau
  • Schädlingsbekämpfer

Feuerwehren lehnen den Einsatz zur Bekämpfung immer wieder ab und verweisen auf die Kommune oder private Anbieter. Wir haben uns mit unserem Team auf die professionelle Entfernung und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorbereitet und geschult.

Folgende Sofortmaßnahmen können Sie bereits selbst treffen

  • Meiden Sie den Bereich der betroffenen Bäume weiträumig
  • Informieren Sie Nachbarn und andere Anlieger über Ihren Fund und weisen Sie auf die Gefahr hin
  • Wenn möglich, sperren Sie den Bereich um die betroffenen Bäume ab oder stellen Sie ein Hinweisschild auf, dass hier ein Befall vorliegt.

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